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Energieeffizienz – der gute Wille allein wird nicht reichen

Roland Jöbstl, Umweltdachverband
Der Wille zählt nicht – die Taten tun’s

In den letzten Monaten wurde in Brüssel die neue Energieeffizienz-Richtlinie verhandelt. Schlussendlich verkündete der Chefverhandler des Europäischen Parlaments, MdEP Claude Turmes die Einigung. Der Kompromiss wurde in den Verhandlungen von den Mitgliedsländern extrem verwässert und wird das 20 % Einsparungsziel verfehlen. Zumindest eine Reduktion von 15 % wird aus der nun vorliegenden Richtlinie erhofft, was aber noch zu beweisen ist und für die Zielerreichung weitere Maßnahmen, wie eine Verschärfung der CO2-Grenzwerte für PKW, jedenfalls notwendig macht.
Während die Kommission mit ihrem ursprünglichen Entwurf klare, verbindliche nationale Ziele gefordert hat, baut die Richtlinie nun auf eine Fülle von freiwilligen Wahlmöglichkeiten und auf einzelne verbindliche Maßnahmen. Zu diesen zählen:

  • Eine verpflichtende jährliche Sanierungsrate von 3 % der zentralstaatlichen öffentlichen Gebäude.
  • Energieeinsparungsverpflichtungen für Energieunternehmen im Umfang von 1,5 %, wobei weitreichende Ausnahmen für Verkehr und Industrie geschaffen wurden.
  • Verpflichtende Energie Audits für Großunternehmen.

Bitter sind auch die vielfältigen Versuche der Mitgliedsstaaten, sich um das 20 % Reduktions-Ziel herum zu schummeln. So hat Österreich monatelang auf die umfassende Anrechnung von in der Vergangenheit liegenden early actions gepocht. In der Endversion haben nun die Briten laut Medienberichten die Anrechnung von Maßnahmen bis zu 6 Jahre nach dem Zieljahr 2020 hineinreklamiert. Ob die Richtlinie mit solchen Ausnahmeregelungen wirklich 15 % Einsparungen erreichen soll, bleibt gänzlich ungeklärt.

gesamter artikel: http://www.energie-bau.at/index.php/news/energieeffizienz-der-gute-wille-allein-wird-nicht-reichen/menu-id-106.html

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