Flächenverbrauch
Unter Flächenverbrauch versteht man die Umwandlung von bisher vor allem landwirtschaftlich genutzten, aber auch naturbelassenen Flächen in „Siedlungs- und Verkehrsfläche“. Flächenverbrauch ist damit einerseits Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche und natürlichen Lebensräumen und andererseits Ausdehnung der Siedlungs- und Verkehrsfläche. Sprachlich korrekt handelt es sich eigentlich um „Flächeninanspruchnahme“, da die Fläche nicht verbraucht, sondern durch eine neue Nutzung in Anspruch genommen wird. Der Begriff Flächenverbrauch macht jedoch die negativen Folgen dieses Vorgangs deutlicher und ist deshalb weiter verbreitet.
Der Flächenverbrauch ist seit Jahren unvermindert hoch. Bezogen auf ganz Deutschland hat die Siedlungs- und Verkehrsfläche in den Jahren 2001 bis 2005 insgesamt um 2.111 km² oder durchschnittlich 116 ha/Tag zugenommen. Nachdem der durchschnittliche Flächenverbrauch 1997 bis 2000 129 ha/Tag betrug, sank dieser zu Beginn des Jahrtausends vorerst, zurückzuführen auf die schlechte konjunkturelle Lage, nahm jedoch ab 2004 wieder neu Fahrt auf.
Folgen des Flächenverbrauchs
Der Flächenverbrauch und das Siedlungswachstum haben zahlreiche Folgen – nicht nur für den Natur- und Umweltschutz.
z. B. : Ökologische Folgen
Gebäude, Verkehrswege, Abbauflächen und Lagerplätze führen zu einem direkten Verlust von Boden und Lebensräumen. Versiegelte Fläche geht für Tiere und Pflanzen als Lebensraum komplett verloren. Verkehrswege zerschneiden zusätzliche Lebensräume und behindern die Wanderungen. Zudem werden weitere Flächen durch die menschlichen Aktivitäten entwertet. Insbesondere für kulturflüchtende Arten gefährdet dies das Überleben des Bestandes. Flächenverbrauch und Landschaftszerschneidung sind die Hauptursachen für das Artensterben.
Bebaute und versiegelte Flächen greifen in den Wasserhaushalt ein. Bereits eine Versiegelung von um 50 % beeinträchtigt die betroffenen Wasserkörper unabhängig von der genauen Größe erheblich.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chenverbrauch
