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Geht uns das Holz aus?

Holz gilt als großer Hoffnungsträger am Rohstoffmarkt. Die Bäume wachsen nach, wird Holz verbrannt, gelangt nicht mehr CO2 in die Luft, als vorher gespeichert wurde. Aber wie lange wird der Wald für all unsere Bedürfnisse reichen?

Österreich ist in der glücklichen Lage, dass mehr Holz nachwächst als dem Wald entnommen wird. Von den 31 Millionen Festmetern Zuwachs werden derzeit rund 20 Millionen Festmeter genutzt. Es bleibt also rein rechnerisch jede Menge wirtschaftlich nutzbares Holz und es scheint, als sei die Welt hier noch in Ordnung.

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt ein ganz anderes Bild:
Rund ein Drittel des Holzes, das in Österreich verarbeitet wird, stammt aus Importen. Tendenz stark steigend. Die Bundesforste und die großen Forstbetriebe haben in den letzten Jahren bereits mehr Holz geschlagen als in ihrem Bereich zugewachsen ist. Sie können ihren Einschlag nicht steigern sondern müssen sich nach der Vorgabe einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung sogar zurücknehmen. So gesehen haben wir die maximale Förderquote bereits erreicht. Beim Erdöl spricht man in diesem Zusammenhang von “peak oil”. Sollten wir uns tatsächlich ernsthaft Gedanken über einen “peak wood” machen?

Eine Frage der Mobilisierung
Noch ist dieser Punkt nicht erreicht. Die ungenutzten Reserven, von denen immer wieder die Rede ist, liegen in den Wäldern von Landwirten und Privatpersonen, die zusammen etwa 50% der heimischen Wälder besitzen. Diese sollen laut DI Christoph Pfemeter Geschäftsführer des österreichischen Biomasse-Verbandes zur stärkeren Bewirtschaftung mobilisiert werden. „Es gibt hervorragende Initiativen von Bauern, die sich zu Gemeinschaften zusammentun und Biomasse-Heizwerke betreiben bzw. beliefern. Kurze Transportwege, CO2 neutraler Brennstoff und regionale Wertschöpfung – das ist sicher die umweltfreundlichste und wirtschaftlichste Form des Heizens. Das müssen wir unterstützen und weiter ausbauen.“

Allerdings: “Wenn wir unseren gesamten Energiebedarf von heute auf morgen aus heimischer Biomasse decken wollten, hätten wir in sechs Jahren keinen Wald mehr,” hat Pfemeter errechnet. Trotzdem sei eine Versorgung mit Wärme rein aus Biomasse theoretisch möglich, aber nur dann, wenn zuvor ordentlich gedämmt und so der Energieverbrauch drastisch reduziert wird.

22.3.2011

Autor: Christian Brandstätter

Bildquellenangabe: PeterFranz  / pixelio.de

http://www.lebensart.at/geht-uns-das-holz-aus

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