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Misstrauen der Bevölkerung bleibt!

Hollabrunner Windkraft-Veranstaltung:
Keine Waldstandorte, aber Misstrauen der Bevölkerung bleibt!
„Der Hollabrunner Wald ist als Ganzes zu sehen, unabhängig von Gemeindegrenzen“
„Was noch immer schmerzlich fehlt, ist eine überregionale Energieraumplanung!“
Begriff „Energieautarkie” – falsch und irreführend

Ausnahmslos kritische Wortmeldungen aus dem Publikum mit rund 80 Anwesenden gab es am Mittwoch (27.6.) bei der Präsentation der KEM (Klima- und Energiemodellregion) zur „Windkraft in der Region“ in der Aula der HTL Hollabrunn. Zentral bei der Veranstaltung war, dass etwa 20 Windindustrieanlagen in der Gemeinde Hollabrunn „vorstellbar“ wären, dafür seien das Gebiet zwischen Altenmarkt und Enzersdorf im Thale sowie rund um den Wald von Klein-Maria-Dreieichen und damit angrenzend an die geplanten Grabener Standorte vorgesehen. Dass dabei mögliche Standorte im Wald (vorerst) ausgeschlossen wurden, ist begrüßenswert und ein Teilerfolg für die Bürgerinitiative „Waldschutz – für eine lebenswerte Region“ der Gemeinden Hollabrunn, Göllersdorf und Großmugl“. Das Misstrauen der Bürger konnte dennoch nicht ausgeräumt werden: Die anhaltende Tatenlosigkeit der Mehrheitspartei angesichts des geplanten Windindustrieparks mitten im Hollabrunner Wald an der Gemeindegrenze Göllersdorf wurde wiederholt und massiv kritisiert.„Ihr seid Umfaller“, tönte es aus dem Publikum in Richtung Vize Babinsky. „Darunter leidet die Glaubwürdigkeit leider enorm“, so die Hollabrunner Waldschutz-Sprecherin Mag. Sabine Fasching: „Einerseits nimmt man nun auf andere Waldgebiete Rücksicht, andererseits ignoriert man weiterhin den einstimmigen, gültigen Gemeinderatsbeschluss, wonach keine Windindustrieanlagen im Hollabrunner Wald errichtet werden sollen.“ Da sich dieser untrennbar dies- und jenseits der Hochstraße befindet, lässt sich das Waldgebiet nicht einfach auseinander dividieren. „Der Hollabrunner Wald ist als Ganzes zu sehen, unabhängig von Gemeindegrenzen“, appelliert Fasching, über den Tellerrand zu sehen: „Was noch immer schmerzlich fehlt, ist eine überregionale Energieraumplanung!“

Versöhnlich zeigte sich Regionsmanagerin Mag. Barbara Sturmlechner bei dem von der KEM vielstrapazierten, aber bedenklichen Begriff der „Energieautarkie“: Dieser sei falsch und irreführend, weil der hier erzeugte Strom in ein übergeordnetes Netz eingespeist werden müsse und nicht direkt der regionalen Bevölkerung zur Verfügung stehe bzw. diese damit keine finanziellen Vorteile hätte.

Skepsis gab es auch gegenüber der geplanten Anzahl von Windindustrieanlagen: Rechnerisch würden 10 Anlagen reichen, um alle Haushalte im gesamten Bezirk Hollabrunn abzudecken. „Alles, was darüber hinausgeht, ist nur noch Geschäft für Konzerne und Aktionäre auf Kosten unserer Heimat, die wesentlich mehr zu bieten hat, als Abstellplatz für 200 Meter hohe Windtürme zu sein!“, bringt es ein Besucher auf den Punkt.

Letztlich wurden bei der Veranstaltung viele Bedenken und Anregungen der Hollabrunner Bevölkerung zur Sprache gebracht, die Bürgermeister Erwin Bernreiter leider nicht mehr zu hören bekam – er verließ die Veranstaltung kurz nach dem Beginn der öffentlichen Diskussion.

waldschutz_PA20120628.pdf

Presseaussendung vom 28.06.2012
Information: Bürgerinitiative „Waldschutz – für ein lebenswertes Region“,
http://www.waldschutz.at/, info@waldschutz.at, facebook: „Waldschutz Hollabrunn“

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