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Offener Brief

Sehr geehrter Herr Bürgermeister von Göllersdorf,

lieber Josef Reinwein!

 

Aufgrund des NÖN-Artikels vom 6. Dezember 2011, der auf einer Presseaussendung Deinerseits beruht, erachten wir – die Initiative für ein lebenswertes Göllersdorf – es als sinnvoll, Dir in der Form eines offenen Briefes zu antworten. Es gibt große Unterschiede zwischen dem, was wir am 14. November 2011 mit Dir persönlich besprochen haben und dem, was nun in der Presseaussendung zu lesen ist. So hast Du uns gegenüber betont, dass das Ergebnis der Volksbefragung nur einen Richtungsentscheid für den Gemeinderat darstelle, Windkraft ja oder nein. So lautete ja auch die Frage der Abstimmung: „Sind sie für die Errichtung von höchstens 14 Windkraftanlagen im Gemeindegebiet von Göllersdorf?“

Du hast uns versichert, dass nun alles gründlich zu prüfen sei und Du auch nicht vorhast, das klare Nein von Porrau (83,5%) und Bergau (71,2%) zu überfahren. Wir haben Dir gegenüber ganz klar bestätigt, dass wir das Wahlergebnis aller Katastralgemeinden zur Kenntnis nehmen und genau so akzeptieren wie es ausgefallen ist:

 

 Du hast das Protokoll unserer gemeinsamen Besprechung vom 14. November unwidersprochen akzeptiert. Wir haben dabei nochmals auf unsere konstruktiven Vorschläge hingewiesen, alle erneuerbaren Energieträger – inklusive Windkraft – in einem vernünftigen Mix einzusetzen und daraus maximalen Nutzen für möglichst alle Göllersdorfer zu erwirtschaften. Von Dir selbst kam gleich zu Beginn der Vorschlag, mit einem Autobus gemeinsam nach Mureck zu fahren, um mehr über das dort umgesetzte Energie-Modell zu erfahren!

 

Viele Fragen tun sich nun durch Deine letzte Presseaussendung auf: Wieso bestehst Du plötzlich auf dem Projektvorschlag der Simonsfeld AG, wo es doch um einen Richtungsentscheid ging? Wir sind ohnehin ganz klar für die Nutzung von Windkraft in Göllersdorf! Dort wo sie hinpasst und die Betroffenen dafür sind (siehe Grafik).

Warum findet immer wieder die unglaubliche Vermischung statt zwischen “Gemeindegebiet von Göllersdorf” und “Hollabrunner Wald”?

Was bitte hat Dich nun dazu bewogen, “zurück zu rudern” (O-Ton im NÖN-Artikel)?

Warum schreibst Du “am klaren Ergebnis ist nicht zu rütteln”? An diesem Ergebnis rüttelt nur jemand, der diesen höchst unterschiedlichen Wahlausgang in einen Topf wirft und so tut, als wären alle Katastralgemeinden einer Meinung. Wir selbst rütteln keineswegs an diesem Ergebnis! Wir wollen lediglich, dass dieses vollinhaltlich akzeptiert wird. Warum sollen denn ausgerechnet 13 Windindustrieanlagen dort aufgestellt werden, wo die überwiegende Mehrheit eindeutig dagegen ist?

 

Und damit zum Wichtigsten, unserem Kompromiss-Vorschlag: Es gibt jetzt die legendäre Chance, dem Großteil der Ja- UND Nein-Wähler – also Deinen Bürgern – gerecht zu werden! Indem höchstens 14 Windkraftanlagen im Gemeindegebiet von Göllersdorf außerhalb des Waldes errichtet werden. Das ist der logische Schluss aus dem demokratisch erhobenen Wahlergebnis.

 

Die Initiative für ein lebenswertes Göllersdorf wird ihrer Linie treu bleiben: Der Hollabrunner Wald ist gänzlich ungeeignet für einen Windpark. Dieser würde außerdem in Folge garantiert ausgebaut werden, ein einzigartiger Naturraum würde komplett zerstört werden! Wir treten für die Umsetzung eines vernünftigen Energiemix-Konzeptes ein, bei dem ein Göllersdorfer Wirtschaftskreislauf erzeugt wird und es nur Gewinner und keine Verlierer gibt.

Wir möchten bei der Gelegenheit auch an das Versprechen vom 14.11. erinnern, dass Du einen gemeinsamen Termin mit den Gemeinderäten organisieren wirst, bei dem wir unsere konstruktiven Vorschläge detailliert darlegen können. Wir können Dir versichern, dass wir in der Zwischenzeit weitergearbeitet haben!

 

 

Alles Gute und eine besinnliche Weihnachtszeit

wünscht

die Initiative für ein lebenswertes Göllersdorf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Presseaussendung vom 12.12.2011

Information: Waldschutz –

Gemeinsam für ein lebenswertes Göllersdorf,

Johannes Aigner, 0676/3055769, http://www.waldschutz.at/, info@waldschutz.at, facebook: „Waldschutz Hollabrunn“