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Politikerstreit um Wald

GÖLLERSDORF (ag). FPÖ spricht sich klar gegen den Standort des geplanten Windparks im Ernstbrunner Wald aus

Beinahe der gesamte Göllersdorfer Gemeinderat (Ausnahme FPÖ-GR Josef Brandl und ÖVP-GR Martin Holzer aus Porrau) sprechen sich deutlich und geschlossen für saubere Energie in dieser Form aus. Unterschiedliche Reaktionen gibt es jetzt vonseiten der Bezirkspolitik. Die FPÖ unter NR Christian Lausch bedauert, dass nicht noch nach einem geeigneten Alternativstandort gesucht wurde. „Das Geld hat in diesem Fall leider über die Vernunft gesiegt“, so Lausch, der bereits eine Ausweitung des Windparks neben der S3 am „langen Berg“ vorgeschlagen hatte. In dieser Vorgehensweise sieht Lausch die Geldgier einiger Politiker, die dazu beitragen, dass ein schönes Naherholungsgebiet über Generationen hinweg zerstört wird. „Unsere Prämisse lautet, erneuerbare Energie ja, jedoch nicht um jeden Preis“, so Lausch, der sich für Evaluierungsprojekte auf Landes- und Bezirksebene ausspricht, um geeignete Standorte für erneuerbare Energie zu finden und hofft, dass die handelnden Personen noch zur Vernunft kommen.
ÖVP-NR Heribert Donnerbauer sieht diesen Schritt als sehr wichtig für die weitere Zukunft im Energiebereich: „Ich begrüße die Entscheidung und hoffe, dass dieses Projekt nach dem aufwendigen Prüfungsverfahren auch realisiert wird.“ Donnerbauer hat keine Bedenken bezüglich dem Waldstandort: „Die geplanten Flächen werden nicht landwirtschaftlich genutzt, ein Wegenetz ist bereits vorhanden und auch bezüglich Schattenwurf, denke ich, gibt es weniger Probleme im Wald.“
Donnerbauer mischt sich aber als ÖVP-Bezirksparteiobmann nicht in dieses Projekt ein, dafür ist der Göllersdorfer Bürgermeis-ter Josef Reinwein zuständig. Kritisch sieht der SPÖ-Bezirksvorsitzende Werner Gössl das Ergebnis der Volksbefragung: „Windkraft kann nur eine Ergänzung sein. Persönliche Interessen sollen nicht zum Spaltpilz in der Bevölkerung werden.

Die Volksbefragung, um die Meinung der BürgerInnen zu erkunden ist wichtig, aber die Politiker müssen die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Wenn eine große Mehrheit der direkt Betroffenen sich dagegen ausspricht, so kann man dies nicht negieren. Der Standort ist mit Waldrodungen verbunden. Aus meiner Sicht ist hier eine landesweite Koordination notwendig, um sinnvolle Standorte für die Windkraftnutzung zu finden.“

Wir berichteten bereits in unserer Ausgabe Nr. 46 über die klare Entscheidung für den geplanten Windpark im Ernstbrunner Wald. „Ja“ zum Projekt sagten 68,59 % .

Artikel: http://regionaut.meinbezirk.at/hollabrunn/politik/politikerstreit-um-wald-d114828.html

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