Schneller informiert?

Wenn Sie über unsere aktuellen Aktionen und/oder die aktuelle Unterschriftenaktion informiert werden möchten, melden Sie sich unbedingt noch jetzt
zu unserem an.

meet us on facebook …


Waldschutz sucht Verbündete

Göllersdorfer Waldschützer suchen Unterstützung bei der Gemeinde Hollabrunn

(jrh). Einen Hilferuf der Bürgerinitiative „Waldschutz“ gab es vergangene Woche in Hollabrunn. Eine Abordnung der Initiative gegen die Errichtung von 14 Windrädern in Göllersdorf besuchte Bgm. Erwin Bernreiter im Rathaus und übergab einen Folder, zusammen mit einem Begleitbrief an alle Stadt- und Gemeinderäte sowie an die Ortsvorsteher. Mit dabei die Sprecherin der Initiative Waldschutz, Sabine Fasching, sowie Bernhard Wunsch und Franz Loicht.
Die geplanten Windräder sollen im Kirchenwald (nahe dem Grünen Kreuz), direkt an der Gemeindegrenze zu Hollabrunn, aufgestellt werden. Dabei wiesen die Waldschützer auf die Gefahr hin, ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bevölkerung zu zerstören: „14 Windräder mit jeweils fast 200 Meter Höhe (ein Fundamentdurchmesser beträgt ca. 29 Meter) haben enorme Auswirkungen auf die Natur. Der Hollabrunner Wald ist Brut- und Zuggebiet von teilweise gefährdeten Tieren“, ist im Informationsfolder zu lesen.
Unterstützung bekommt die Initiative Waldschutz auch von FPÖ-Nationalrat Christian Lausch, der den Gemeinderat der Bezirkshauptstadt auffordert, endlich eine Umwidmung des Waldes in ein Erholungsgebiet zu beschließen: „Nicht zuletzt, um im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung die Latte hoch zu legen, muss der Hollabrunner Wald in ein Erholungsgebiet umgewidmet werden. Der Wald wird bereits durch unzählige Wanderwege, den Standort des ATSV Sportplatzes, die Kiwanis-Fitnesstour und unzählige Möglichkeiten zur Entspannung, Erholung und sportlichen Ertüchtigung von der Bevölkerung als Erholungsgebiet genutzt. Nun ist es höchst an der Zeit, den Wald auch offiziell, per Widmung, als Erholungsgebiet auszuweisen und somit die Unverzichtbarkeit für die Bevölkerung zu untermauern“, so Lausch. Er wies auch darauf hin, dass Bgm. Bernreiter bereits 2007, noch als Stadtrat, einen Beschluss des Gemeinderates gegen den Bau eines Windparks mitgetragen hat.
Bgm. Erwin Bernreiter meinte dazu: „Ich bin grundsätzlich nicht gegen ein zukunftsweisendes Projekt. Schließlich ist Hollabrunn zusammen mit Nappersdorf-Kammersdorf, Guntersdorf und Grabern in der Modellregion KEM (Klima & Energie Modellregion) integriert, die sich zur Aufgabe gemacht hat, eine Energieautarkie (Reduktion des Energiebedarfs und Steigerung der regionalen Energiebereitstellung) zu erreichen. Da es derzeit keine konkreten Fakten (Anzahl der Windräder, genauer Standort des Windparks, Ergebnis der Umweltverträglichkeit etc.) gibt, fehlt mir zu diesem Zeitpunkt die Basis für eine konkrete Aussage dazu. Was die Forderung von Lausch anbelangt, werde ich die Möglichkeit einer Umwidmung des Hollabrunner Waldes als Erholungsgebiet prüfen.“
Bernreiter betonte auch, dass es den Beschluss aus 2007 gegen einen Windpark auf Gemeindegebiet gibt und dieser nach wie vor Gültigkeit hat. Die Bürgerinitiative hat weiters in Göllersdorf eine Unterschriftenaktion gestartet und derzeit über 500 Unterstützungen gesammelt.
Warten auf den Landesentscheid, heißt es ist auf jeden Fall im Göllersdorfer Gemeinderat, der das Ergebnis der Volksbefragung bindend für eine Umwidmung der notwendigen Flächen sieht. Das Land Niederösterreich muss über die, von den Waldschützern eingereichten Initiativanträge, erst entscheiden. Bis dahin herrscht vorerst Stillstand.

http://regionaut.meinbezirk.at/hollabrunn/politik/waldschutz-sucht-verbuendete-d135364.html