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Wie Windräder platziert werden sollten, damit sie nicht zur Vogelfalle werden

Schweizer Untersuchung zeigt, dass Anordnung an möglichst wenigen Standorten Greifvögeln wie dem Rotmilan das Leben rettet

Zürich – Greifvögel gehören zu den häufigsten Opfern von Windenergieanlagen. Eine Studie der Vogelwarte Sempach zeigt aber, dass sich die großen Vögel seltener tödliche Verletzungen an Rotorblättern zuziehen, wenn Windräder in Windparks gruppiert werden.

Artenschutz in Zeiten der Energiewende

Um den Einfluss von Windrädern auf die Greifvogel-Population zu kennen, führte die Schweizerische Vogelwarte Sempach eine Computersimulation durch. Diese basiert auf einer Rotmilan-Population, die jährlich um fünf Prozent wächst, wie die Vogelwarte mitteilte. Da der Rotmilan nur in Europa brütet, und die Schweiz eines der wenigen Ländern ist, in denen sein Bestand zunimmt, trage sie eine internationale Verantwortung für die Erhaltung des Rotmilans, hieß es weiter.

Werden Windräder in einem Windpark an einem Ort gruppiert aufgebaut, so wird das Wachstum der simulierten Rotmilan-Population nur wenig gebremst. Ganz anders sah es aus, wenn die selben Windräder einzeln aufgestellt und über eine größere Fläche verteilt waren: In diesem Fall nahm die Rotmilan-Population ab.

Möglichst wenige Standorte

Die Schweizerische Vogelwarte schlägt deshalb in ihrer Studie vor, Windräder generell an möglichst wenigen Standorten aufzustellen. Außerdem erfordere es eine überregionale Planung bei neu zu bauenden Windrädern, um zu beurteilen, inwiefern eine neue Anlage für eine Greifvogel-Population eine Gefährdung darstelle. (APA, 29.9.2012)

29. September 2012, 17:57
quelle: http://derstandard.at/1347493138147/Windraeder-in-Gruppen-plaziert-retten-Greifvoegeln-das-Leben

Links

Biological Conservation: Spatial distribution of wind turbines is crucial for the survival of red kite populations

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S000632071200290X

Vogelwarte Schweiz
http://www.vogelwarte.ch/

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