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Windpark-Projekt bleibt im Wald

„WIESENSTANDORT“ KEIN THEMA / Simonsfeld AG schließt Standort außerhalb des Waldes aus. Bürgermeister bekam offenen Brief der Waldschutz-Initiative ans Krankenbett.

GÖLLERSDORF /  „Wieso bestehst Du plötzlich auf dem Projektvorschlag der Simonsfeld AG, wo es doch um einen Richtungsentscheid ging? Wir sind ohnehin ganz klar für die Nutzung von Windkraft in Göllersdorf! Dort, wo sie hinpasst und die Betroffenen dafür sind.“ Mit einem offenen Brief an Bürgermeister Josef Reinwein hat die Waldschutz-Initiative („für ein lebenswertes Göllersdorf“) noch einmal ihre Forderungen unterstrichen, die geplanten Windräder nicht auf Porrauer oder Bergauer Gebiet und vor allem nicht im Wald aufzustellen.

Simonsfeld-Sprecher:  „Untauglicher Vorschlag“

„Der Wunsch ist der Vater des Gedankens“, meint Winfried Dimmel, Sprecher der Windkraft Simonsfeld AG, zu den Vorschlägen der Waldschützer. Vor allem der Vorschlag, einfach einen anderen Standort im Gemeindegebiet zu wählen, sei vor allem sachlich untauglich. „Weil der Höhenrücken ein ausgezeichneter Windstandort ist, den man im ganzen Bezirk nicht so leicht finden wird – vor allem nicht für 14 Anlagen.“

Zudem sei das Unternehmen auch von gesetzlicher Seite angehalten, möglichst effizient zu arbeiten. Schon allein deshalb sei ein Wiesenstandort „irgendwo, wo man ihn uns anraten will“, kein Thema. „Laien stellen sich das einfach vor, aber es gibt keine Möglichkeit, einen Windpark anderswo in der Gemeinde effizient zu betreiben.“

Bürgermeister Reinwein las  den Brief im Krankenbett

Dimmel ist aber klar, dass die Waldschutz-Initiative weiter alles versuchen werde, das Projekt zu verhindern. Aber: „Zwei Drittel der Bürger waren dafür. Wir haben also eine Verfassungsmehrheit dafür gewinnen können. Jetzt ist der Gemeinderat am Zug, seine bindende Zusage einzuhalten.“

Bürgermeister Reinwein hat den offenen Brief indes am Krankenbett in der Schwarzacher Klinik gelesen. Er musste nach einem Ski-Unfall am Bein operiert werden. Ein komplizierter Unterschenkelbruch wird ihn noch länger in seiner Beweglichkeit einschränken. Diese Woche soll der Gemeindechef endlich nach Hause kommen können.

„Ich büße alle meine Sünden ab. Mir hat’s den rechten Ski verschlagen, er hat trotzdem gegriffen, dann hat’s mir das Knie verdreht. Ich hab schon beim Fallen gemerkt, dass da etwas passiert ist. Das hat sich nicht normal angehört“, erzählte Reinwein im NÖN-Telefonat.

Mit den Projekt-Gegnern will der Bürgermeister nach dem offenen Brief nicht mehr alleine Gespräche führen. Zu leicht können da Worte im Mund verdreht werden, meint er und kündigt den Gemeinderatsbeschluss für die notwendige Flächenwidmung für die erste Gemeinderatssitzung 2012 an.

Reinwein: „Es gibt keinen Grund, weiter lange zuzuwarten. Die Abstände der Windräder zum bewohnten Gebiet sind mehr als genug. Dass man über das eine oder andere Radl reden kann, ist auch klar …“

Porrau und Bergau wehren sich weiter gegen das Windkraft-Projekt im Wald. Bürgermeister Reinwein führt indes auch ins Treffen, dass die beiden Katastralgemeinden einen beträchtlichen Teil des gesamten Gemeindegebiets ausmachen.

GRAFIK: ZVG

VON CHRISTOPH REITERER

http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/hollabrunn/aktuell/Windpark-Projekt-nbsp-bleibt-nbsp-im-nbsp-Wald;art2563,361567

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