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Windpark: Waldschützer bitten um Unterstützung!

Die Göllersdorfer Bürgerinitiative sucht in Hollabrunn nach Verstärkung und sammelt jetzt Unterschriften.
GEMEINDE HOLLABRUNN, GÖLLERSDORF /  „Heute ist die Initialzündung“, hieß es bei der Infoveranstaltung der „Initiative Waldschutz – Gemeinsam für ein lebenswertes Hollabrunn“. Die Bürgergruppe möchte möglichst viele Hollabrunner mobilisieren, die sich gegen den geplanten Windpark im Ernstbrunner Wald – auf Göllersdorfer Gemeindegebiet – aussprechen. Die Gegner hoffen, dass die benötigten (Schönborn-)Flächen für die Windräder doch nicht umgewidmet werden.
Windparkgegner hoffen auf  Hollabrunner Unterstützung
Parteienstellung habe Hollabrunn zwar keine, die Bürgerinitiative hofft aber trotzdem, dass sich die Stadtgemeinde auf ihre Seite schlägt. Gefordert wird, dass ÖVP-Bürgermeister Erwin Bernreiter Stellung zum Projekt bezieht. Verwiesen wird auf einen Grundsatzbeschluss des Hollabrunner Gemeinderates, wonach das Waldgebiet als Naherholungsraum frei von technischen Eingriffen bleiben soll.Dass er zum Göllersdorfer Projekt keine Stellung beziehe, will der Stadtchef so aber nicht stehen lassen. „Ich sage ganz offen, dass es dort einen klaren Entscheid gibt und ich mich sicher nicht vor einen Karren spannen lasse.“ Es stehe ja noch gar nicht fest, welches Projekt eingereicht werde – ob es sich etwa tatsächlich um 14 Windräder handeln werde oder um weniger. Bernreiter: „Wie soll ich das also jetzt beurteilen?“ Es sei jedenfalls kein Thema, den vor fünf Jahren im Gemeinderat gefassten Grundsatzbeschluss aufzuheben.

ÖVP nicht vertreten: „Wenn  man uns nicht einlädt …“

Bei der Waldschutz-Veranstaltung wurde jedenfalls verkündet: „Wir können zum Bürgermeister gehen und persönlich mit ihm reden. Je mehr das machen, umso besser.“ Außerdem werden erneut Unterschriften gegen das Projekt gesammelt.

FPÖ-Stadtrat Wolfgang Scharinger vermutet indes interne Unstimmigkeiten bei der ÖVP: „Es ist kein Zufall, dass von der ÖVP heute keiner da ist. Die ÖVP ist gespalten.“ ÖVP-Bürgermeister Erwin Bernreiter quittiert das mit einem Achselzucken: „Wenn man uns nicht einlädt …“

Tatsächlich war der Waldschützer-Termin eigentlich als internes Info-Treffen für all jene gedacht, die die Bürgerinitiative bereits 2007 mit ihrer Unterschrift unterstützt haben. Durch die Bekanntmachung in der NÖN sei dies aber falsch rübergekommen. „Wir hatten neben der Präsentation auch andere organisatorische Dinge geplant, die wir dann kurzfristig streichen mussten“, so Waldschutz-Sprecherin Mag. Sabine Fasching. „Unsere Einladung hat sich an Privatpersonen gerichtet, also an gleichgesinnte Menschen und keine Parteifunktionäre!“

Windkraft Simonsfeld  musste draußen bleiben

Scharinger und fünf SPÖ-Mandatare durften dann aber der Veranstaltung im Gasthaus Riepl beiwohnen. Ganz im Gegensatz zu Georg Hartmann von der Windkraft Simonsfeld AG. „Ich hätte mir die Veranstaltung gerne angeschaut“, erzählt er der NÖN. Doch der Projektleiter wurde von der Bürgerinitiative gebeten, zu gehen. Fasching erklärt: „Wir haben zu dieser Veranstaltung Mitstreiter persönlich eingeladen. Gleichgesinnte waren natürlich auch willkommen und von Herrn Hartmann wussten wir, dass er kein Gleichgesinnter ist.“

VON SANDRA FRANK UND CHRISTOPH REITERER

Quelle: http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/hollabrunn/aktuell/Windpark-Waldschuetzer-bitten-um-Unterstuetzung;art2563,367142