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Alternativen

ÖkR Karl Totter war – auf Einladung der Bürgerinitiative waldschutz.at  – Gastredner in Göllersdorf und hielt einen Vortrag über das Vorzeige-Alternativ-Energiemodell im steirischen Mureck.

Ein Alternativ-Energiemodell, bei dem die Energie-Selbstversorgung mit regionalen Ressourcen funktioniert und die Rechnung auch aufgeht: „Durch die Selbstversorgung mit Bioenergie würden Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden, die  Menschen können in der Region bleiben, auf die sie stolz sind!“ Das Geld würde ausserdem in der Region bleiben, dass sonst für Strom, Wärme und Mobilität abfließen würde: „Für Göllersdorf wären das 4,5 Millionen Euro jährlich”, rechnete Totter vor. Eine Region muss sich selbst und KEINE andere Region finanzieren.

„Regional nachhaltig im Kreislauf der Natur“, so Totter, aus einem Energiemix der regionalen Ressourcen von Sonne, Biomasse, Geothermie und auch Wind, jedoch überlegt und in einem vernünftigen Rahmen.

Dies wäre auch eine Chance für Göllersdorf!

Ansatz in Füllersdorf

In Füllersdorf (Nachbargemeinde Großmugl) wird nun endlich Anfang des nächsten Jahres eine Bürger-Photovoltaik-Anlage errichtet, deren Konzeption für alle Ortschaften der Region als Modell zur Nachahmung dienen soll. Das Konzept bestand bereits 2008, wurde aber damals „abgewürgt”.

 

Das Modell Güssing als regionaler Wirtschaftsaufschwung

Auch die Stadt Güssing setzte auf Alternativen und entwickelte Anfang der 1990er Jahre ein Energiekonzept zur unabhängigen und nachhaltigen Energiegewinnung.

Als Maßnahme zur wirtschaftlichen Entwicklung wurde mit Fördergeldern der EU das Europäische Zentrum für erneuerbare Energie Güssing (EEE) gegründet. Damit sollten Arbeitsplätze in der Region geschaffen und der Kaufkraftabfluss durch Energieimporte gebremst werden. Mittels Holzvergasung konnte in den vergangenen Jahren Strom und Wärme im Wert von 20 Mio. Euro selbst hergestellt werden.
2005 erzeugte Güssing bereits bedeutend mehr Wärme (57,5 GWh) und Strom (14 GWh) aus nachwachsenden Rohstoffen als die Stadt selbst benötigt.

Das Kraftwerk mit Holzvergasung in Güssing beinhaltet auch eine Versuchsanlage, die mittels Fischer-Tropsch-Synthese aus dem Produktgas einen dieselähnlichen Biokraftstoff erzeugt.

Das Engagement Güssings für erneuerbare Energien wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt; Delegationen aus aller Welt besuchen Güssing.

ÖKO-Region Kaindorf

Die Ökoregion Kaindorf wird in dem im April 2007 gegründeten gemeinnützigen Verein Ökoregion Kaindorf vertreten. Es ist eine Non-Profit-Organisation, die sich eine drastische Reduktion des CO2-Ausstoßes sowie die Umstellung auf alternative Energien und die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung zum Ziel gesetzt hat. Angestrebt wird die CO2-Neutralität im Bereich der sechs Gemeinden bis zum Jahr 2020.

Die Ökoregion wurde von engagierten Bürgern der Gemeinden ins Leben gerufen. Sie wird als Modellregion im Rahmen der Initiative Lokale Agenda 21 (Regionalplanung der Agenda 21, dem Klimaschutzprogramm der UNO) von der Landesregierung Steiermark unterstützt. Mit der Umsetzung der Lokalen Agenda 21 auf Vereinsebene hat die Organisation in Österreich eine Vorreiterrolle, und wurde auch im Rahmen der Aktion Klima:aktiv des Lebensministeriums ausgezeichnet.

Mit dem Institut für Nachhaltige Techniken und Systeme der Joanneum Research wurde als Pilotprojekt ein wissenschaftlich fundiertes CO2-Bilanzmodell für die Ökoregion in Form einer Datenbank erstellt.
www.oekoregion-kaindorf.at

(Quelle: Wikipedia)

In Österreich verfügbare erneuerbare Energieformen

Der Begriff erneuerbare oder auch regenerative Energie – kurz EE – beschreibt Energieformen, deren Quellen sich kurzfristig von selbst erneuern oder deren Quellen sich nicht erschöpfen.

Erneuerbare oder regenerative Energien werden in folgende Gruppen unterteilt:

  • Wasserkraft
  • Biomasse
  • Sonnenenergie
  • Windenergie
  • Geothermie (Erdwärme)
  • Energie aus der Wechselwirkung der Erde mit Sonne oder Mond – auch als mechanische Energie
    oder Gezeitenenergie bezeichnet.

 

Bezogen auf Österreich haben von diesen Energieformen nur die fünf erstgenannten eine Bedeutung.

Anteile der unterschiedlichen Energieformen an der Stromerzeugung in Österreich (in  GigaWattStunden):

erneuerbare Energien

Quelle: wikimedia

Wasserkraft

Dies ist die wohl bekannteste Form der erneuerbaren Energieumwandlung
mittels Speicherkraftwerken und Flusskraftwerken. Wasser ist – im Gegensatz zu Wind – gleichmäßig verfügbar. Die Wasserkraft ging nur bei der Vergabe der Fördergelder förmlich „baden”. Die Windkraftlobby kann fast den ganzen Kuchen nun für sich beanspruchen.

Windenergie

windparkIn der Atmosphäre unseres Planeten bewegen sich Luftmassen,  deren Bewegungsenergie umgewandelt werden kann.  Windenergie ist nur Teil eines Energiemix und bildet nur eine (kleine, unzuverlässliche) Säule der erneuerbaren Energien. Als ihr Hauptnachteil gilt die unregelmäßige, mit dem Wind schwankende Leistungsabgabe einer Anlage. Bei sehr starkem Wind kann in einigen wenigen Stunden eine Auslastung der Windanlagen in einem Windpark von bis zu 100 % der Nennleistung erreicht werden, die in ebensolcher Zeit wieder abfällt. Bei schwachem Wind wird als Ausgleich wieder Strom aus Quellen benötigt, die rasch verfügbar sein müssen und verlässlicher sind. Bei stärkerem Wind (ab 25 m/s) müssen die WKAs auch abgeschaltet werden.

Sonnenenergie

privatePVDie Sonne ist die weltweit wichtigste Energiequelle. Die auf der gesamten Erdoberfläche zur Verfügung stehende Energie  durch die Sonnenstrahlung beträgt ca. das 10.000 fache der benötigten Gesamtjahresenergie der Welt. Neben der natürlichen Umwandlung dieser Energie, wie z.B. der Photosynthese oder das Entstehen von Wind  kann diese Energie auch mittels Photovoltaikanlagen, solarthermischen  Kraftwerken und thermischen Solaranlagen direkt genutzt werden. Nachteil wie bei Windenergie – nur wenn die Sonne scheint, kann auch „geschöpft” werden. Für Privathaushalte und große Anlagen. Solarparks wurden bis voriges Jahr in Tschechien gefördert, dann wurde der Geldhahn abgedreht. Auch in Österreich werden diese weniger gefördert. Photovoltaiks liefern derzeit noch bescheidene Beiträge zum Energiemix, da die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Die Leistungsziffer wird also noch wesentlich steigen.

Biomasse

Als Bioenergie bezeichnet man Energie, die aus Biomasse gewonnen wird.
Dabei werden verschiedene Energieformen wie Wärme, elektrische Energie  oder auch Kraftstoff für Verbrennungsmotoren eingeschlossen. Meist wird auch Biomasse, in der die Energie chemisch gespeichert ist, als Bioenergie bezeichnet.
Als Hauptenergiequelle werden nachwachsende Rohstoffe verwendet. Bisher hat Holz als Festbrennstoff die größte Bedeutung, aber auch landwirtschaftliche Produkte (Agrarrohstoffe) und organische Reststoffe aus unterschiedlichen Bereichen spielen eine zunehmende Rolle. (z. B. Biogas)

Biomasse

Quelle: ingenieurbuero Leukers

Biogas (der Ordnung halber)

Das Gasgemisch besteht zu einem hohen Anteil (50 bis 70 Prozent) aus Methan
und ist damit Energieträger für die Strom- oder Wärmeerzeugung. Weitere
Bestandteile von Biogas sind Kohlendioxid (bis zu 45 Prozent), Wasserdampf
sowie Spuren von Schwefelwasserstoff, Stickstoff und Wasserstoff.

Aufgrund des relativ hohen Energiegehalts lässt sich Biogas für die Wärme-
und Stromerzeugung sehr gut nutzen. Der Energiegehalt ist direkt vom
Methangehalt im Biogas abhängig. Ein Kubikmeter Methan hat beispielsweise
einen Energiegehalt von knapp zehn Kilowattstunden (9,94 kWh). Angenommen
der Methananteil im Biogas liegt bei 60 Prozent, so beträgt der energetische
Nutzen von einem Kubikmeter Biogas etwa sechs Kilowattstunden. Somit
entspricht der durchschnittliche Heizwert eines Kubikmeters Biogas etwa 0,6
Liter Heizöl oder dem von 0,6 m³ Erdgas.

Biogas kann auch soweit umgewandelt werde, dass es dem Erdgas beigemischt
werden kann.
Biogas kann aus Gülle, Mais, Speiseresten, Schlachtabfällen und sonstigen
organischen Abfällen hergestellt werden. Es gibt eigene Biogasanlagen für
landwirtschaftliche Betriebe.

Geothermie oder Erdwärme

geothDies ist die in der oberen und damit erreichbaren Erdkruste gespeicherte Wärme. Diese Wärmeenergie kann sowohl direkt z.B. zum Heizen, als auch indirekt zur Stromgewinnung verwendet werden. Geothermie kann sowohl im großen Stil mittels Geothermiekraftwerken, als auch in Kleinanlagen z.B. für ein Einfamilienhaus, genutzt werden.

 

 

Was sind unsere Alternativen?

  • Reaktivierung von Kleinwasserkraftwerken
    viele Betreiber von Kleinwasserkraftwerken wurden aus wirtschaftlichen Gründen (geringer Einspeisetarif) zum Aufgeben gezwungen.
  • nachwachsende Rohstoffe aus der Region
  • regionale Wertschöpfung durch Biogasanlagen, Hackschnitzelheizungen forcieren
  • landwirtschaftliche Arbeitsplätze in der Region schaffen statt Technologie-Import aus Dänemark
  • Dienstleistungs-Arbeitsplätze durch Zulieferung und Service der Biomasse-Anlagen

 

Die meisten Kraftwerke in Österreich sind übrigens älter als 30 Jahre. Würde man diese sanieren, würde man mehr CO2 einsparen, als alle Windkraftanlagen zusammen. Und das ohne weitere Beeinträchtigung der Landschaft.