Der Wald

Einzigartig

  • Kein Wald ist gleich unserem Wald!
  • Hier herrscht Vielfalt und nicht eintönige Monokulturen wie im Waldviertel.
  • hochwertigstes Trinkwasserreservoir im Weinviertel

Die Initiative Waldschutz weist auf die Einzigartigkeit des betroffenen Gebiets hin und bekräftigt ihren Standpunkt: Windindustrieanlagen sind mit dem Naturraum des größten Waldgebiets des Weinviertels und größten Eichenmischwalds Mitteleuropas nicht vereinbar.

Bedeutung für die Region

Der Hollabrunner  Wald (auch Kirchenwald, Porrauer Wald, Glasweiner Wald, Ernstbrunner Wald) ist ein intakter Teil des Übergangs von den Alpen zu den Karpaten, Trinkwasserreservoir und wichtig für die Lebensraumvernetzung der Tiere.  Für die Menschen ist er ein beliebtes Naherholungsgebiet.

In der “Naturschutzszene” bzw. bei Biologen/Landschaftsplanern wird der gesamte Eichenwaldkomplex als “Ernstbrunner Wald” bezeichnet

Ausflugsziele:

  • Grünes Kreuz / Wanderwege
  • Die Koliskowarte befindet sich auf dem 332 m hohen Geißberg bei Hollabrunn
  • Die Buschberghütte bei Ernstbrunn
  • Die Kreisgrabenanlage Porrau, angrenzend an den Hollabrunner Wald

Lieber Wanderer!

Rücksichtsvolles Verhalten im Wald ist sehr wichtig.

Zum Erhalt der Arten dürfen geschützte, seltene und wertvolle Pflanzen
weder geplückt noch ausgegraben werden.

Erhalte diese Erlebniswelt sauber und schön,
für Dich und jene, die nachkommen.

(Inschrift einer Wanderkarte beim Grünen Kreuz)

Darum ist dieser Eichenmischwald so besonders:
– besonders charakteristisch für das Weinviertel
– er gehört zu den ökologisch und ökonomisch wertvollsten heimischen Waldökosystemen

… Der Eichenmischwald hat jedoch noch viel mehr zu bieten. Er ist Schutzwald für die landwirtschaftlichen Nutzflächen, ein idealer Erholungsraum, sowie ein optimaler Lebensraum für Fauna und Flora.


Wichtig

Die geplante Errichtung und der Betrieb von Windindustrieanlagen stellen einen tiefgreifenden Einschnitt dar. Wir appellieren an die Politik, sich für einen vernünftigen Interessensausgleich von Energiegewinnung und Naturschutz einzusetzen: Dort wo der Lebensraum noch naturnah vorhanden ist, soll er es auch bleiben.

Wo WEAs stehen, kann es zu „Verdrängungseffekten kommen“. Für diese Arten sieht es vor allem dann schlecht aus, wenn es nicht genügend Ausweichreviere gibt.

Große Waldflächen sind für das Weltklima heute wichtiger denn je – viele Wissenschaftler sind sogar überzeugt, dass Waldschutz die einfachste und realistischste Maßnahme zum Klimaschutz ist.

Zusätzlich sind die Wälder und besonders der Waldboden ein Filter für Niederschläge. So sorgen sie neben der Passage durch Gesteinsschichten für sauberes Quellwasser (Magersdorf bezieht das Trinkwasser aus dem Hollabrunner Wald). Durch Beschattung und Verdunstung schafft die Vegetation der Wälder ein ausgeglichenes regionales Klima.

  • Eines der größten zusammenhängenden Eichenmischwald – Systeme Mitteleuropas liegt im sonst eher waldarmen Weinviertel.
  • Wegen seiner Größe und zentralen Lage ist der Hollabrunner Wald ein wesentlicher Faktor für das regionale Kleinklima.
  • Der Hollabrunner Wald ist zur Zeit der größte zusammenhängende Eichenwald in Österreich und birgt zahlreiche Schätze aus der Tier- und Pflanzenwelt.
  • Wegen seiner Bedeutung für das regionale Klima im waldarmen Weinviertel handelt es sich hier um „die grüne Lunge des Weinviertels”

Was ist am Hollabrunner Wald jetzt anders
als beim Rückzug des Projektbetreibers 2007?

Erfahren Sie mehr über das Gebiet der grünen Lunge und deren wichtige Bedeutung für Ökologie und Klima im Weinviertel:

www.gruenelunge.at

Die Vereinten Nationen haben übrigens 2011 zum Jahr der Wälder ernannt.  Das ist dringend notwendig, denn die weltweite Waldfläche nimmt rapide ab. Alle zwei Sekunden geht Wald in der Größe eines Fußballfeldes endgültig verloren.

Fotos: Fasching

Wälder sind vergleichsweise wenig intensiv genutzte Flächen.
Der Eintrag von Düngemitteln und Pestiziden ist im Wald normalerweise geringer als in der Landwirtschaft. Auch ist der Stress durch Lärm und andere Reize vermindert. Deshalb stellen Wälder ein letztes Rückzugsgebiet für scheue Tiere dar.

Wälder stellen einen Teil des kulturellen Erbes dar.
Sie sind in ihrer heutigen Form ein Element unserer Landschaft, welche nach allgemeinem Dafürhalten und auch juristisch betrachtet ein schützenswertes Gut ist.

Mischwald
ist ein vorwiegend umgangssprachlicher Begriff, der Wälder bezeichnet, in denen Laub- und Nadelbäume gemeinsam vorkommen. Aus ökologischer Sicht ist Voraussetzung, dass jede Baumart ausreichend vorhanden ist, um eine artspezifische Rolle im Ökosystem zu übernehmen.

Naturfernere Wirtschaftswälder
Solche Wälder sind gekennzeichnet durch fremdländische Baumarten mit künstlich herbeigeführter eingeschränkter genetischer Vielfalt, oder durch Baumarten, die an gegebene Standorte nicht angepasst sind. In vielen Gebieten sind dies Kiefern-Fichten-Mischwälder und Mischwälder unter der Beteiligung von Lärche. Noch naturferner sind Fichtenkulturen, Lärchen- und Douglasienbestände.

Die Vereinten Nationen hatten 2011 zum „Internationalen Jahr der Wälder“ erklärt. Damit soll das weltweite Bewusstsein über die Bedeutung der Wälder erhöht und zu einem sorgsamen Umgang aufgerufen werden. Die Wälder der Erde sind nicht nur  wertvoller Lebensraum, sie erfüllen überlebenswichtige Funktionen für uns Menschen.
So wirken sie sich ausgleichend auf Klima und Wasserhaushalt aus und reinigen Luft und Wasser. Sie schützen vor Bodenerosion  und Lawinen und haben große wirtschaftliche Bedeutung als Lieferant erneuerbarer Rohstoffe und Energie.

Mit der Zerstörung des Waldes und der Artenvielfalt ist letztlich auch unser Überleben gefährdet und der Mensch steht auf der roten Liste.

PS: Waldfibel (D) – eine nette Gratis-App zum kostenlosen Download