Fauna & Flora

Kein Wald gleicht diesem Wald

Der Hollabrunner bzw. Ernstbrunner Wald ist eines der größten, auf weite Strecken naturnahe Großwaldgebiet im Weinviertel. Damit stellt er ein besonderes Refugium für viele Wald bewohnende Tierarten dar.

Naturbeobachtung

Dieses einzigartige Waldgebiet der grünen Lunge ist Lebensraum vieler interessanter Tiere und Pflanzen. Darunter gibt es auch einige bedrohte und schützenswerte Arten. Helfen Sie uns, diese zu dokumentieren.

Folgende seltene Pflanzen sind hier unter anderem beheimatet:

  • Ästige Graslilie
  • Blaublühende Lupinie
  • Bleiches Waldvögelein
  • Breitblättrige Stendelwurz
  • Bunte Schwertlilie
  • Diptam
  • Frauenschuh
  • Gelbes Buschwindröschen
  • Gewöhnliche Küchenschelle
  • Herbstzeitlose
  • Prachtnelke
  • Seidelbast
  • Tausendguldenkraut
  • Türkenbund-Lilie
  • Weiße Waldhyazinthe
  • Zyklame

 

  • Unter den Vögeln können der Uhu, der Schwarzstorch und seltene Greifvögel
    (Vorkommen von Wespenbussard, mögliches Ansiedlungsgebiet von Rotmilan,
    Kaiseradler und Sakerfalke) nachteilig betroffen sein. Diese Arten finden sich durchwegs im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie. Betroffen ist die in diesem eichengeprägten Wald reich vorkommende
    Fledermausfauna – 7 Arten sind Anhang II Arten der FFH-Richtlinie – weiters
  • insgesamt leben hier 16 Arten von gesamt 26 Arten in Österreich!
  • 6 Spechtarten
  • die Schlingnatter
  • und es ist von der Existenz einer kleinen lokalen Wildkatzenpopulation auszugehen

Die Wildkatze (Felis silvestris SCHR.) gilt in Österrreich als ausgestorben. Obwohl noch in historischer
Zeit in weiten Teilen Österreichs verbreitet, besitzt sie heute keine bodenständigen Populationen mehr,
sondern wird als seltener „Irrgast“ betrachtet (Bauer, 2001)*.

 

Auch für andere waldlebende Tierarten (u.a. jagdbare Wildtiere) brächte die
Errichtung einen großen Verlust an Lebensraumqualität mit sich.

  • Die Rotorspitzen, in 550m Seehöhe, die mit fast 300 km/h drehen, können außerdem eine Gefahr für den Vogelzug sein.
  • Das harmonische Landschaftsbild würde sehr stark beeinträchtig werden.
  • Die Windkraftanlagen müssen kontrolliert und gewartet werden. Dies bedingt
  • zum einen die Errichtung von neuen Infrastruktureinrichtungen,
  • die den Wald zusätzlich zerschneiden, zum anderen eine große
  • Beunruhigung der Tiere durch die regelmäßig stattfindenden Kontrollen.
  • Fledermaussterben (nicht durch die Berührung mit Rotorblättern, sondern die Tiere erleiden ein Barotrauma)

 

Letztlich wäre bei Errichtung des Anlagenkomplexes der Erholungswert dieser Landschaft für die Bevölkerung nachhaltig beeinträchtigt.

Schon beim Projekt 2007 und auch jetzt appelliert der Naturschutzbund NÖ.
Auch birdlife übermittelte große Bedenken.