Landschaftsbild

DER PHÄNOMENOLOGISCHE CHARAKTER DES LANDSCHAFTSBILDES

Die ökologische Betrachtungsweise vermittelt, woraus Landschaft besteht und wie sie ihrer Natur nach funktioniert. Die ästhetische Perspektive zeigt auf, wie Landschaft auf Menschen wirkt und was sie ihnen bedeutet.
Landschaftsbild beinhaltet also mehr als die sichtbaren Tatsachen und verwandelt faktische Landschaft in ein werthaltiges Landschaftsbild.

Es ist daher einleuchtend, dass sich im ästhetischen Urteil auch gesellschaftliche Werte widerspiegeln, wie sie z.B. im Natur- und Denkmalschutz vorliegen. So können wir davon ausgehen, dass einer Landschaft bereits aufgrund des Wissens um ihren Schutzstatus in aller Regel eine gewisse ästhetische Attraktivität zugesprochen wird.

Eine Wertzuweisung für eine Landschaft, während eine andere diesen Bonus nicht erhält.

Leitbild einer Region

Zusammenhang von Landschaft, Betrachter und Landschaftsbild

Objektebene – die Landschaft
mit bildauslösenden Landschaftselementen und -strukturen (Relief, Vegetation, Landnutzung)

Bildebene – das Landschaftsbild
ästhetisch-symbolisch interpretiertes Erscheinungsbild der Landschaft

Subjektebene – der Betrachter
(Träume, Hoffnungen, Ängste, Bedürfnisse)

 

Existentielle Bedürfnisse

Nur in einem “intakten” Bild können wir also Freude spüren, Kraft tanken, Nachdenken, Hoffen, Ereignisse verarbeiten und zur Ruhe kommen.

zit. Dr. Werner Nohl