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Göllersdorf darf kein Ausführungsgehilfe von Großaktionären sein!

Gemeinsame Photovoltaik-Anlage mit echter Bürgerbeteiligung: Porrauer und Bergauer wollen Beitrag zur sauberen Energiegewinnung leisten und präsentieren Alternativen zum Windindustrieprojekt – Göllersdorfer Gemeinde darf kein Ausführungsgehilfe von Großaktionären sein!

„Wir reden nicht nur über Alternativen zum geplanten Windindustrieprojekt im Hollabrunner Wald, wir präsentieren auch konkrete Lösungen“, betonte DI Lukas Filz von der Initiative Waldschutz anlässlich einer Veranstaltung zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen mit Bürgerbeteiligung für die Porrauer und Bergauer. Rund 70 Besucher waren am 10. Jänner der Einladung gefolgt und verfolgten mit großem Interesse die Experten-Vorträge im FF-Haus Bergau. Zunächst referierte Stefan Spandl aus Obermallebarn über seine vielversprechenden Erfahrungen mit Photovoltaik-Anlagen, Klein-Windrädern und seine Versuche mit einem Blockheizkraftwerk.

Über die rechtlichen, technischen und finanziellen Aspekte eines Gemeinschafts-Photovoltaikmodells am Beispiel einer Anlage der Dorfgemeinschaft Füllersdorf, das im Frühjahr gebaut wird, informierte anschließend Projektleiter Matthias Katt. Zentral dabei ist nicht nur die Gewinnung von sauberer Energie vor Ort, sondern auch der Aspekt der regionalen Wertschöpfung: Die Bevölkerung hat die Möglichkeit, gemeinsam in eine Photovoltaik-Anlage zu investieren, organisiert wird das Ganze auf Vereinsbasis und nach dem Motto „Besser Photovoltaik am Dach als die Aktien im Keller“.

„Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, aber im Sinne des Naturschutzes und in Form echter Bürgerbeteiligung, so dass es uns allen etwas bringt“, ist Filz von diesem Modell überzeugt: „Ohne die Aktiengesellschaft und deren Vorgangsweise gäbe es die aktuellen Turbulenzen in Göllersdorf gar nicht, der geplante Windindustriepark ist offensichtlich eine Fehlentwicklung!“

Auch zu den Anfang Dezember eingebrachten Initiativanträgen hat Lukas Filz von der Initiative Waldschutz eine deutliche Meinung: „Entweder der Bürgermeister und die Gemeinderäte machen nun als Vertreter der Göllersdorfer bürgernahe Politik und beschließen, dass die von 424 Bürgern geforderte Befragung zur Umwidmung durchgeführt wird oder sie fahren über die Meinung der vielen Unterzeichner drüber. Es gibt also die einmalige Chance, das aus guten Gründen eingeführte Instrument der Initiativanträge (und damit ihre Bürger) ernst zu nehmen, oder sich zu Ausführungsgehilfen einer Aktiengesellschaft zu deklarieren. Das umstrittene Windindustrieprojekt wurde ja von niemand sonst als der Simonsfeld AG ins Leben gerufen. Nur so kann wieder Friede in Göllersdorf einkehren!“

Erst in der Vorwoche gab es ein Treffen, bei dem die Standpunkte der Bürgerinitiative dem Göllersdorfer Gemeinderat umfassend präsentiert wurden.

FOTO-TEXT: Eine gemeinschaftliche Photovoltaik-Anlage mit echter Bürgerbeteiligung soll in Porrau und bergau umgesetzt werden: DI Lukas Filz (Waldschutz), ÖVP-GR Martin Holzer, die Experten Matthias Katt, Markus Nikodym-Haunold und Stefan Spandl sowie Waldschutz-Sprecher Hannes Aigner, Philipp Lehner (Waldschutz) und FF-Kommandant Gerald Holzer (v.l.).

FOTO: WALDSCHUTZ

Presseaussendung vom 16.01.2012

Information: Waldschutz –

Gemeinsam für ein lebenswertes Göllersdorf,

Johannes Aigner, 0676/3055769, http://www.waldschutz.at/, info@waldschutz.at, facebook: „Waldschutz Hollabrunn“